Von möchtegern Skilehrern und pseudo Rettungsschwi

Der möchtegern Skilehrer…
Oberösterreich, manche mag es verwundern, ist voller Berge die zwar nicht so ausgeprägt wie etwas in Tirol oder Salzburg, touristisch genutzt werden, aber genügend Lifte sind vorhanden. Anscheinend sind da auch ein paar wirklich gut Skipisten dabei und so ist es wohl kaum verwunderlich, daß viele meiner Freunde snowboarden oder skifahren können. Ich für meinen Anteil kann zwar leidlich Skifahren, mit dem Snowboard hab ich es allerdings nicht wiklich. Aber es ist cool, so cool sogar, daß es schon fast ein Muß ist und daher schleifte mich ein Kumpel auf die Piste. Seine Worte „Alles kein Problem, ich zeig`s dir!“ sind mir noch heute sehr gut in Erinnerung. Besonders wenn ich daran denke, wie ich vor einer wirklich steilen Piste stand (schwarz gekennzeichnet) und eigentlich nur am fallen war… mal auf die Knie, mal auf den Arsch, etc. Mag sich harmlos anhören, aber nach dem 50sten Sturz ist das wirklich unangenehm! Irgendwann im laufe des Vormittags reichte es mir und ich setze mich gleich neben den Schlepplift und schmollte was von „…nie wieder steige ich auf das schei* Brett…“. Wir einigten uns, daß er ein paar Runden alleine fährt und ich oben auf ihn warte. So saß ich da, züdete mir eine Zigarette an und sah ihm zu. Sehr zu meiner Freunde überschlug es ihn ein paar Meter nach dem Start und ich schrie ihm, wie er mir zuvor „…du mußt dein Gewicht zum Berg verlagern… sonst passiert das immer wieder…“ schadenfroh zu. Kurz darauf tauchte in meinem Augewinkel eine Belgierin auf, die das Ganze verfolgt hatte und quatschte mich an. So gut es eben ging, erklärte sie mir in englisch, daß auch gerne einmal auf einem Snowboard stehen würde, aber ihr irgendwie der Plan fehlt, wie man das richtig macht…. naja, mir eigentlich auch, aber das mußte ich ihr ja nicht auf die Nase binden, denn offensichtlich hielt sie mich für den Skilehrer von meinem Freund. Dann rauchten wir noch eine Zigarette im Schnee, als mir die Erleuchtung kam, daß ich sie in die Hütte, die sich nur ein paar horizontale Meter entfernt befand, auf einen ihr unbekannten „Jagatee“ einladen könnte. Gedacht, gesagt und ab gings in Hütte. Ich hatte wirklich die größte Mühe mein schmerzverzerrtes Gesicht zu verbergen, da mir wirklich alle Knochen weh taten. Als wir dann saßen, so gemütlich mit dem Jagatee wurde mir die ganze Sache schon bedeuten angenehmer. Der Tee verfehlte seine Wirkung auch nicht uns so kamen wir uns von immer näher. Mein Freund, der gecheckt hatte, daß ich nicht mehr an der Piste saß, suchte mich und wurde in der Hütte auch tatsächlich fündig, hielt sich aber dezent zurück. Alles lief blendend, bis… ihr Vater kam und eine rießen Szene machte. Tja, so kann`s einem gehen.

Der pseudo Rettungsschwimmer…
Im Salzkammergut gibt es, man sollte es nicht vermuten, ein paar schöne Seen, die sich wirklich gut zum Tauchen einigen. Mit einem Meer zwar nicht zu vergleichen, aber für zwischendurch immer wieder mal eine nette Abwechslung. Da diese Tauchschulen eher klein sind, kennt man sich untereinander und es ist auch üblich, daß man ab und zu mal eingeteilt wird um zu helfen. So frage mich eines Tages der Tauchlehrer, ob ich nicht am nächsten Tag um ca. 17 Uhr dort sein könnte um ein wenig die Taucher im Auge zu behalten. War für mich kein Problem, zumindest noch nicht. Am nächsten Morgen, nahm das „Unglück“ seinen Lauf, indem mich mein Chef anrief und mir sagt ich sollte dirgendst zu einem Kunden fahren… schnell, Weltuntergang! Ich beeilte mich, sprang ins Auto und fuhr weg. Etwa eine Std bevor ich in der Tauchschule sein sollte, stellte ich mir Entsetzten fest, daß ich keine Badehose mit hatte, was im Sommer bei 35 C° ein ernstes Problem ist. Also nix wie ins nächste Sportgeschäft, mitten im nirgendwo… und so war auch die Auswahl. Aus Ermangelung einer Alternative kaufte ich mir eine rote „Baywatch-Badehose“ und eilte zum See. Gerade noch rechtzeitig war ich dort und wurde eingeteilt, die Taucher im Wasser und beim Einstieg zu beobachten. Super dachte ich mir, für den Scheiß hab ich mich so gestreßt, den Blubberbläschen zusehen (*)… Ich stand da wirklich gedankenlos herum, schaute auf`s Wasser und langweilte mich zu Tode. Nach einiger Zeit gesellte sich eine junge Deutsche (**) zu mir und wir quatschten belanglos dahin. Sie fragte mich irgendwelche Sachen über den See, ob es Strömungen gibt und ob ich den Job das ganze Jahr mache. Welchen Job ?. Da kombinierte ich, rote Hose, See, ins Wasser schaun, die hielt mich für einen Rettungsschwimmer. Naja, so sind sie halt die deutschen Touris und man sollte ihnen ihren Glauben lassen. Nach einiger Zeit verabredeten wir uns dann in einem kleinen Pub… nach „Dienstschluß“. Der Abend wurde feucht-fröhlich und die Nacht war ganz lustig, aber auch nicht außergewöhnlich. Den Badeplatz mied ich dann allerdings für die nächsten 3 Wochen, sicher ist sicher…

* Ist sicher übertrieben, aber Anfänger verlieren schnell die Orientierung wenn sie den Schlamm zwischen den Steinen aufwirbeln und schießen dann ab und an nach oben.

** Wiener, Deutsche und Holländer sind bei uns im Sommer sehr, sehr häufig und in großer Anzahl anzutreffen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.